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Schluss mit chemisch-synthetischen Pestiziden ab 2035!

Schluss mit chemisch-synthetischen Pestiziden ab 2035!


Ein Traktor versprüht Pflanzenschutzmittel auf einem Getreidefeld.
© pixabay/hpgruesen

Mehr als 100 Bio-Unternehmen, Umweltorganisationen, Wasserwirtschaftsverbände und Wissenschaftler*innen fordern, bis 2035 aus synthetisch-chemischen Pestiziden auszusteigen. In ihrem Offenen Brief an die Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag vom 24. August fordern sie außerdem ein jährliches Pestizid-Monitoring ab 2022 und eine Pestizid-Abgabe. Denn der Einsatz von Pestiziden verursacht hohe Folgekosten für die Gesellschaft und für von Kontaminationen betroffene Bio-Landwirt*innen. Die für Gesundheit und Umwelt gefährlichsten Pestizide sollten bereits in den nächsten fünf Jahren verboten werden. Dazu zählen Wirkstoffe wie Glyphosat und Terbuthylazin, die sich über die Luft weit verbreiten.

Chemisch-synthetische Pestizide sind maßgeblich für das Insekten- und Vogelsterben verantwortlich, sie schädigen das Leben in Böden und Gewässern, gefährden unser Trinkwasser, unsere Atemluft und die Versorgung der Menschen mit gesunder Nahrung. Um Mensch und Natur besser zu schützen, müssen sich die künftigen Bundestagsabgeordneten daher auch für eine Reform des Pestizid-Zulassungsverfahrens auf EU-Ebene einsetzen, fordert der Offene Brief. Dabei sollten der Ferntransport von Pestiziden durch die Luft sowie die Kombinationswirkung mehrerer Pestizide in der Natur und im menschlichen Körper stärker berücksichtigt werden.

Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören neben dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft als Initiator unter anderen der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), Bioland, Demeter, Naturland, das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN), Save Our Seeds und die Deutsche Umwelthilfe. Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ist ein Zusammenschluss von Bio-Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, das dazu beitragen will, die Lebensgrundlagen kommender Generationen zu erhalten und sie dort, wo sie bereits beschädigt sind, wieder aufzubauen.

Bienenfreundlicher Tipp für alle, die EU-weit mehr Bio und weniger Ackergifte wollen: Noch bis zum 30. September 2021 kann die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Schluss mit Pestiziden! Bienen und Bauern retten!“ unterzeichnet werden! Ein Bündnis von europäischen Umweltorganisationen will erreichen, dass die EU-Kommission das schrittweise Ende für synthetische Pestiziden einleitet. Die Landwirt*innen sollen beim notwendigen Übergang zur Agrarökologie unterstützt, der Ökolandbau ausgebaut sowie die Forschung zu pestizid- und gentechnikfreiem Anbau gefördert werden. Eine Million Stimmen werden benötigt – 750.000 waren bis Redaktionsschluss schon zusammengekommen!


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